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Stimmen im Hotel

Ein langes Wochenende in Bebra, wieder einmal das Seminar für Trauerredner, diesmal mit gewissem Mehrwert. Die Stimme, Stimmhygiene, Übungen, Tipps und Tricks. Bekannte und fremde Menschen auf einem Haufen, das eigene Zimmer als Rückzugsraum, oder das morgendlich noch leere Schwimmbecken. Bemerkenswert: die Aufgeregtheit und Unsicherheit einiger, als es darum ging, sich mit knappen Sätzen einer Gruppe zu präsentieren, Sätze, die nicht mit; Liebe Angehörige, verehrte Trauergemeinde, beginnen. Schlaffe Körperhaltung, dünne Stimmchen, fehlende Überzeugungskraft. Es fehlten die Gerüste, die Vokabeln der Trauersprache, der sichere Boden einer Feierhalle. Habe dazugelernt und mich wacker gehalten, mich auch rausgezogen, wenn es unbequem wurde, mag mich präsentieren, aber nicht gerne zeigen, der Geselligkeit ein Schnippchen schlagen. Und dann froh, wieder zu Hause zu sein. Diese Aktivitätspause reicht erst mal wieder für ein Jahr, so verlockend sind ein Frühstücksbuffett und ein Schwimmbecken nun auch nicht.