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Das Trauergespräch

Nachdem Sie mit Ihrem Bestattungsinstitut die Fragen besprochen haben, welche sich bei einem Todesfall ergeben, folgt der nächste wichtige Schritt; das Gespräch mit mir zur Vorbereitung der Trauerfeier. Ich werde Sie recht bald anrufen, um mit Ihnen einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Vielleicht denken Sie schon über einen geeigneten Zeitpunkt nach und lassen Sie in Ihre Planungen ebenfalls einfließen, daß wir am Abend nicht mehr so konzentriert und aufnahmefähig sind.
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Bitten Sie nur die Personen dazu, die wirklich zum Gelingen des Gespräches und damit auch der Abschiedsfeier beitragen können und die eine enge Bindung zu dem verstorbenen Menschen hatten. In einem all zu großen Kreis mag sich niemand gerne wirklich öffnen, man bleibt lieber an der Oberfläche, weil nicht alles für alle Ohren bestimmt ist. Miteinander wollen wir die Einzigartigkeit des verstorbenen Menschen erkennen, die Erfülltheit und Intensität der gemeinsamen Zeit benennen. Es soll nichts schön geredet werden, aber wir wollen dem Schönen und Gelungenen den Platz einräumen, der ihm zusteht. Auch Grenzerfahrungen, Lebensbrüche, Scheitern und Versagen gehören zu einem Menschenleben, haben es geprägt und unverwechselbar gemacht. Über all dies können wir miteinander reden, soweit Sie es möchten und zulassen. Und in der Abschiedsfeier wird dann zur Sprache kommen, was Sie zur Sprache bringen möchten und es wird ungesagt bleiben, was nur Ihnen gehört. Im Vorfeld unseres Gespräches bitte ich Sie nun, sich nach Fotos von Ihrem verstorbenen Angehörigen umzusehen, die ihn mir zeigen, so wie Sie ihn am liebsten sahen. Mit Texten, Gedichten, Ritualen und vor allem mit einem liebevollen, unverstellten Blick auf das vergangene Leben verabschieden wir den verstorbenen Menschen dann im Kreis derer, die ihn geliebt haben und ihm nahestanden.